Virtuelle Cluster – der RAC zum Ausprobieren

Die Leistungsfähigkeit der heutigen Rechner und die auf dem Markt verfügbaren Virtualisierungslösungen erlauben es, dass man sich auf seinem PC oder Notebook einen eigenen virtuellen RAC aufbauen kann, mit dem man nach Herzenslust experimentieren kann. Natürlich kann man von so einem virtuellen Cluster keine Wunderdinge erwarten, aber es reicht zum „Spielen“. Und man muss man nicht den 26-Knoten-Cluster beim Kunden als Spielwiese mißbrauchen, sondern hat was Eigenes.

Die Schwierigkeit dabei ist nicht die Installation von Oracle-Grid Infrastructure und Datenbanksoftware; das läuft ganz normal wie in der Oracle-Dokumentation beschrieben. Schwierig – oder sagen wir mal „nicht ganz einfach“ – ist die Bereitstellung der virtuellen Hardware, insbesondere des Shared-Storage. Dafür gibt es verschiedene Varianten: man kann mit einem virtuellen iSCSI-Server arbeiten, oder einen virtuellen NAS-Server aufbauen oder die virtuellen Platten direkt als Shared Devices einbinden.

Das soll jetzt nicht die x-te Anleitung „wie baue ich einen Linux-RAC mit VMWare“ werden, denn davon gibt es schon genug im Netz. Google findet alle, hier gibt es kleine persönliche, subjektive und unvollständige Auswahl, sortiert nach Virtualisierungslösung und OS.

VMWare Server (kostenlos)

Oracle Virtual Box (kostenlos)

iSCSI als Storage-Lösung war früher relativ verbreitet (siehe z.B. hier ) ist aber seltener geworden, denn VMWare Workstation und Oracle Virtual Box (seit Version 3.2.8) können jetzt mit Shared Disks arbeiten. Und ein (virtueller) iSCSI-Server ist ja auch eine virtuelle Maschine die Resourcen auf dem Host benötigt.

Mindestens 8 GB Hauptspeicher sollte der Hostrechner schon haben, wenn man einen 11gR2-RAC aufbauen möchte. Bis 11gR1 reichten noch 4 GB, aber Oracle wird ja bekanntermassen immer speicherhungriger.

Eine größere Übersicht über virtuelle Cluster gibt es bei www.oracle-base.com.

 

 

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