Oracle 12.1.0.2 – erste Upgrade-Erfahrungen

Seit ein paar Tagen ist das Patchset 12.1.0.2 für die Oracle Datenbank 12c verfügbar. Neben Bugfixes sind auch einige neue Features dabei (New Features Guide), wie die In-Memory-Option oder einige Verbesserungen bei der Multitenant-Architektur.

Wichtig ist natürlich auch die Frage: funktioniert der Upgrade?
Auf meinen virtuellen 12c-Testsystemen bin ich der Frage nachgegangen.

1. Test: Upgrade einer Non-CDB-12.1.0.1-Datenbank
Kein Problem, das läuft recht zügig durch

2. Test: Upgrade einer CDB-12.1.0.1
Kein Problem, läuft ebenfalls recht zügig durch

3. Test: Upgrade einer 12.1.0.1-PDB nach 12.1.0.2 durch Umhängen in eine 12.1.0.2-CDB
Mit 12.1.0.1 hatte Oracle Hoffnung gemacht, dass ein derartiger Upgrade durch einfaches Aushängen (UNPLUG) aus der 12.1.0.1-CDB und Wieder-Einhängen (PLUG) in der neuen 12.1.0.2-CDB erfolgen kann. Leider ist es nicht ganz so einfach: auch beim PDB-Upgrade muss ein Upgrade-Skript laufen.
In Kurzform (Einzelheiten im Upgrade-Guide):

alter pluggable database PDBNAME open upgrade;

und dann das Skript laufen lassen:

$ORACLE_HOME/perl/bin/perl $ORACLE_HOME/rdbms/admin/catctl.pl -d $ORACLE_HOME/rdbms/admin -c 'PDBNAME' catupgrd.sql

4. Test: Upgrade der Clusterware auf einem 2-Knoten-RAC
Auch dieser Test lief problemlos. Der einzige Punkt, der zu beachten ist, ist das in der GRID-Diskgruppe (= die DG mit OCR, Voting-Files etc.) etwa 6 GB freier Platz gebraucht werden. Die Grid Management Repository Datenbank (-MGMTDB), die mit 12.1.0.2 nicht mehr optional ist, wird neu installiert. Vorübergehend gibt es also parallel zu einer ggf. bereits vorhandenen Repository-DB eine zweite Datenbank. Nach Abschluss des Upgrades sind in der GRID-Diskgruppe aber wieder nur die „üblichen“ ca. 6 GB belegt.
Die neue Repository-Datenbank wird übrigens als Container-Datenbank angelegt.

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